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===Arbeitsauftrag===
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*Messen Sie die Nordpol- und die Südpolladung der Stabmagnete.
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*Messen Sie die magnetische Polarisation der Stabmagnete.
  
==Der Bau einer Lochkamera==
 
Mit der fertigen Lochkamera kann man gut beleuchtete, helle Gegenstände auf einem Bildschirm sehen.
 
<br>Idealerweise scheint gerade die Sonne und man kann raus gehen. In Innenräumen sieht man nur helle Lampen gut.
 
 
;Material
 
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:Stabmagnete, Netzgerät, Kabel, Spule mit 500 Windungen, Waage, Stativmaterial
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:a) Die Feldstärke wurde ursprünglich als [[Die_Feldstärke_als_gerichteter_Ortsfaktor|Ortsfaktor]] festgelegt: <math>H=\frac{F}{Q_m}</math>
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:Die Kraft auf einen Probepol kann man leicht messen, aber wie soll man die magnetische Ladung des Pols messen? Man kann die Gleichung nach der Ladung auflösen und das als Festlegung der magnetischen Ladung interpretieren:
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::<math>Q_m=\frac{F}{H}</math>
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:b) Die [[Die_magnetische_Feldstärke|Feldstärke]] wurde dann mit Hilfe einer Spule festgelegt, was auch praktikabel ist: <math>H=\frac{n\, I}{l}</math>
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:Befindet sich nun ein Magnetpol innerhalb einer Spule und man misst die Kraft auf den Pol, so kann man die magnetische Ladung des Pols bestimmen:
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::<math>Q_m=\frac{F}{H} = F\, \frac{l}{n\, I}</math>
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*ein länglicher Karton, ca. 40cm x 15cm x 15cm oder zwei gleich große Kartons
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:c) Die magnetische Polarisation innerhalb des Magneten hängt direkt mit der magnetischen Ladung der Pole und der Feldstärke zusammen. Die [[Die_Maxwellschen_Gleichungen#Quellen_und_Senken_des_magnetischen_Feldes|Maxwellsche Gleichung der Magnetostatik]] lautet:
*Butterbrotpapier (Transparentpapier)
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::<math>\textrm{}\quad \mu_0\, \bar H \, A = Q_m = - \bar J \, A </math>
*etwas Alufolie
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:Man kann die magnetische Polarisation mit der rechten Seite der Gleichung bestimmen, indem man auflöst:
*schwarzen Stift oder schwarze Farbe
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::<math>-J =\frac{Q_m}{A}</math>
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:Dabei ist die Fläche A die Stirnfläche des Stabmagneten. Die magnetische Polarisation entspricht also der Flächenladungsdichte der Pole.
*Schere (oder scharfes Messer)
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*Klebstoff (Klebstift, Flüssigkleber, Heißklebepistole)
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[[Datei:Elektret Polarisierungslinien Polarisierungsladungen Feldlinien Gauß.png|thumb|314px|]]
*Tesafilm
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*Kreppklebeband
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*eine Nadel oder einen anderen spitzen Gegenstand
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;Arbeitsanleitung
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;Aufbau
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[[Datei:Versuchsaufbau Magnetische Ladung von oben.jpg|thumb|350px|Eine Haushaltswaage dient als Kraftmesser.]]
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_01.jpg|Die Kiste sollte etwas länglich und möglichst lichtundurchlässig sein. Am besten mit dunkler Farbe (schwarz, dunkelblau,...)
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*Das Netzgerät bildet mit der Spule und dem Ampèremeter einen geschlossenen Stromkreis.
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_02.jpg|Butterbrotpapier (als Tüte), Alufolie, Klebstoff (Stift/flüssig/Pistole) , Tesafilm, Kreppband, Schere (oder Messer)
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:Das Ampèremeter wird zur Stromstärkemessung auf "10A" gestellt, und die entsprechende Buchse für das Kabel gewählt.
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_03.jpg|'''(1)''' Die Kiste an der langen Seite mit Schere (oder Messer) halbieren. (Bei zwei gleich großen Kartons jeweils eine Seite wegschneiden.)
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*Die Spule wird auf die Waage gestellt und der Stabmagnet mit Hilfe der Klemmen so positioniert, dass der Nord- oder Südpol innerhalb der Spule ist, der jeweils andere Pol möglichst weit weg von der Spule.
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_04.jpg|'''(2)''' Bei beiden Hälften die Deckel gut verkleben. Wichtig: Warten, bis der Kleber trocken ist!
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:Bei kurzen Stabmagneten kann man das Messergebnis verbessern, wenn man zwei Stabmagnete zu einem langen Magnet verbindet.
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_05.jpg|'''(3)''' Eine der beiden Hälften längs halbieren.
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<br style="clear: both" />
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_06.jpg|'''(4)''' Und mit ca. 0,5cm Überlappung (1cm bei größeren Kisten) wieder zusammenkleben.
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_07.jpg|Dadurch wird diese Hälfte etwas schmaler und passt in die andere Hälfte hinein!
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;Beobachtungen
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_08.jpg|Zusätzlich mit Tesafilm verbinden. Warten bis der Kleber trocken ist!
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  Spule
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_09.jpg|'''(5)''' Die schmalere Hälfte wird der Bildschirm. Dazu ein rechteckiges Loch hineinschneiden.
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_10.jpg|Dabei einen Rand von ca. 1cm stehen lassen.
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    Windungsanzahl:   
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_15.jpg|'''(6)''' Die andere Hälfte wird die Vorderseite.
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_16.jpg|Dort wird ein ca. 2 x 2 cm großes Loch in die Mitte geschnitten.
+
  Länge in cm und m:
Bild:Lochkamera_Bauanleitung_19.jpg|'''(7)''' Alle Innenseiten (am besten auch Außenseiten) schwarz anmalen. Das geht auch mit Wasser-/Acryl-/Tapetenfarbe und muss kein Filzstift sein.
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_11.jpg|'''(8)''' Mit dem Butterbrotpapier wird das große Loch an der schmaleren Hälfte wieder zugeklebt.  
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_12.jpg|Dazu das Butterbrotpapier auf den Tisch legen und die halbe Kiste festkleben.
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_13.jpg|Butterbrotpapier mit einem Rand von ca. 2cm abschneiden...
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_14.jpg|...und an den Seiten zusätzlich mit Tesafilm befestigen. Der '''Bildschirm''' ist fertig!
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_20.jpg|'''(9)''' Das ca. 2x2 cm große Loch wird mit einem Stück Alufolie...
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_21.jpg|...und Kreppklebeband wieder verschlossen.
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  Bild:Lochkamera_Bauanleitung_22.jpg|'''(10)''' In die Alufolie kommt ein ca. 1mm großes Loch, die '''Blende'''.
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  Bild:Lochkamera_Bauanleitung_23.jpg|'''(11)''' Die Lochkamera ist fertig!
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Bild:Lochkamera_Bauanleitung_24.jpg|Schiebe den Bildschirm (Butterbrotpapier) in die andere Hälfte mit der Blende (Loch).
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  Bild:Lochkamera_Bauanleitung_25.jpg|Hier schaust du hinein!
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  Bild:Lochkamera_Bauanleitung_26.jpg|Die Hände verhindern, dass Licht von der Seite hineinkommt!
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  Bild:Lochkamera_Bauanleitung_27.jpg|Am besten noch mit einer Jacke drüber.
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;Gebrauchsanleitung
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Kleiner Stabmagnet
Die Kamera mit der Blende gegen ein helles Objekt richten und den Bildschirm beobachten.
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Abmessungen der Stirnfläche:
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Stirnfläche in cm^2 und m^2:
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          Stromstärke in A | "Masse" in g | Kraft in N
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Nordpol:                  |              |     
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  Südpol:                  |              |   
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Es ist wichtig, dass auf den Bildschirm nur das Licht der Blende trifft. Licht, das von der anderen Seite auf den Bildschirm fällt, stört! Deshalb am besten den Kopf in eine Jacke stecken, ganz abdunkeln und nur mit "dem künstlichen Auge" nach Draußen schauen!
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;Alternativer Aufbau
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[[Datei:Versuchsaufbau_Messung_magnetische_Ladung.jpg|thumb|200px]]
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Man kann die Kraft auch mit einem Federkraftmesser bestimmen. Das ist aber schwieriger als mit einer Waage, weil der Magnet entweder in die Spule hineingezogen oder abgestoßen wird und dabei seine Lage ändert. Andererseits sieht man dabei gut die anziehende oder abstoßende Wirkung.

Aktuelle Version vom 4. Mai 2026, 11:33 Uhr

Praktikum: Messen der magnetischen Ladung

Arbeitsauftrag

  • Messen Sie die Nordpol- und die Südpolladung der Stabmagnete.
  • Messen Sie die magnetische Polarisation der Stabmagnete.
Material
Stabmagnete, Netzgerät, Kabel, Spule mit 500 Windungen, Waage, Stativmaterial
Theoretischer Hintergrund
a) Die Feldstärke wurde ursprünglich als Ortsfaktor festgelegt: [math]H=\frac{F}{Q_m}[/math]
Die Kraft auf einen Probepol kann man leicht messen, aber wie soll man die magnetische Ladung des Pols messen? Man kann die Gleichung nach der Ladung auflösen und das als Festlegung der magnetischen Ladung interpretieren:
[math]Q_m=\frac{F}{H}[/math]
b) Die Feldstärke wurde dann mit Hilfe einer Spule festgelegt, was auch praktikabel ist: [math]H=\frac{n\, I}{l}[/math]
Befindet sich nun ein Magnetpol innerhalb einer Spule und man misst die Kraft auf den Pol, so kann man die magnetische Ladung des Pols bestimmen:
[math]Q_m=\frac{F}{H} = F\, \frac{l}{n\, I}[/math]
c) Die magnetische Polarisation innerhalb des Magneten hängt direkt mit der magnetischen Ladung der Pole und der Feldstärke zusammen. Die Maxwellsche Gleichung der Magnetostatik lautet:
[math]\textrm{}\quad \mu_0\, \bar H \, A = Q_m = - \bar J \, A [/math]
Man kann die magnetische Polarisation mit der rechten Seite der Gleichung bestimmen, indem man auflöst:
[math]-J =\frac{Q_m}{A}[/math]
Dabei ist die Fläche A die Stirnfläche des Stabmagneten. Die magnetische Polarisation entspricht also der Flächenladungsdichte der Pole.
Elektret Polarisierungslinien Polarisierungsladungen Feldlinien Gauß.png
Aufbau
Eine Haushaltswaage dient als Kraftmesser.
  • Das Netzgerät bildet mit der Spule und dem Ampèremeter einen geschlossenen Stromkreis.
Das Ampèremeter wird zur Stromstärkemessung auf "10A" gestellt, und die entsprechende Buchse für das Kabel gewählt.
  • Die Spule wird auf die Waage gestellt und der Stabmagnet mit Hilfe der Klemmen so positioniert, dass der Nord- oder Südpol innerhalb der Spule ist, der jeweils andere Pol möglichst weit weg von der Spule.
Bei kurzen Stabmagneten kann man das Messergebnis verbessern, wenn man zwei Stabmagnete zu einem langen Magnet verbindet.


Beobachtungen
Spule

   Windungsanzahl:  

Länge in cm und m:
Kleiner Stabmagnet

Abmessungen der Stirnfläche:
Stirnfläche in cm^2 und m^2:

         Stromstärke in A | "Masse" in g | Kraft in N 
Nordpol:                  |              |      
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 Südpol:                  |              |     
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Alternativer Aufbau
Versuchsaufbau Messung magnetische Ladung.jpg

Man kann die Kraft auch mit einem Federkraftmesser bestimmen. Das ist aber schwieriger als mit einer Waage, weil der Magnet entweder in die Spule hineingezogen oder abgestoßen wird und dabei seine Lage ändert. Andererseits sieht man dabei gut die anziehende oder abstoßende Wirkung.